| Die Geschichte von St. Kathrein Der Passailer Kessel, an dessen Umrandung der 1295 erstmals als "apud sanctam Katherinam", 1349 noch "St. Kathrein in der Weiz" genannte Ort liegt, trug schon in der keltisch-norischen Zeit eine geordnete Besiedlung, deren sich nach der Völkerwanderung auch die hier im 6. Jahrhundert wie im Mürztal und im Aflenzer Becken dicht niederlassenden Alpenslawen (Windischen) bedienen konnten. Im 11. Jahrhundert begann die deutsche Siedlungstätigkeit, die im 13. Jh. einen Höhepunkt erlebte. Aus einem landesfürstlichen Hof entstand im heutigen Gemeindegebiet von St. Kathrein nach und nach eine Siedlung, die 1295 eine Kirche erhielt. Aus dieser Zeit stammen auch die ersten Hinweise auf den hier betriebenen Bergbau. Den Rückschlägen (Pest, Türkeneinfälle) folgte im 16. und 17. Jh. wieder eine starke Besiedlung. |
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| Das Jahr 1848 brachte neben der Grundentlastung die Schaffung der Ortsgemeinden als kleinste politische Vewaltunseinheiten; 1850 wurden die ersten Gemeinderatswahlen in St. Kathrein durchgeführt. In den schweren Zeiten nach dem 1. Weltkrieg fällt die Errichtung der ersten Elektrizitäts-Freileitung der Pichler-Werke in das Dorf. Von den schrecklichen Ereignissen des 2. Weltkrieges blieb auch St. Kathrein nicht verschont. Nach Beendigung des Krieges kamen russische Besatzungstruppen, die bald darauf von britischen Soldaten abgelöst wurden. Nach Aufbaujahren folgten bessere Zeiten. Für St. Kathrein und seine Umgebung wurde der Tourismus immer bedeutender, was zur zunehmenden Erschließung der Sommeralm für diese Zwecke führte. 1972 erhielt das Dorf eine öffentliche Beleuchtung, die oberirdischen Stromleitungen wurden ersetzt. |
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| Pfarrkirche St. Kathrein Die Pfarrkirche, der Hl. Katharina von Alexandrien geweiht, steht in exponierter Lage und ist von einem Friedhof umgeben. Urkundlich zum erstenmals 1295 erwähnt, ist sie seit 1640 eine eigene Pfarre. Es handelt sich um ein frühgotisches Gebäude, das in der Spätgotik und im Spätbarock erweitert wurde. Der erste Bau bestand aus einem einschiffigen Langhaus mit einem wehrhaften rechteckigen Chorturm im Osten. Die Umrisse des vermauerten frühgotischen Westportals sind noch erkennbar. Mitte des 15. Jhd. wurde an der Stelle der südlichen Schiffwand zwei Achteckpfeiler gesetzt und durch das Einziehen eines Zweiparallelrippengewölbes eine zweischiffige, dreijochige Halle gebildet. 1742 fand ein entscheidender Umbau statt, der der Kirche eine neue Achsenrichtung gab. Die nördliche Schiffwand wurde geöffnet und ein einjochiger Chor sowie eine Sakristei angebaut. |
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| Der Eingang in das nun dreischiffige und zweijochige Langhaus erfolgt durch das kleine spätgotische Südportal. Erwähnenswert sind noch der Hochaltar mit dem Bild der Hl. Familie, die Figuren von Johann Piringer (1767) und der Chorkapellenaltar mit Geißelchristus und Maria. | |||||||||||||||
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